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Bildungspolitik

Medienkompetenz von Kindern stärken

In Zeiten, wo schon tagsüber Gewalt, Sex und andere wenig kindgerechte Themen im Fernsehen zu finden sind und wo viele Kinder problemlos an Computerspiele gelangen, die für ihr Alter noch nicht freigegeben wurde, ist das Thema Medienkompetenz wichtiger und präsenter denn je. "Medienkompetenz" bedeutet vereinfach gesagt, dass Kinder und Jugendliche Medien selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und kritisch nutzen, sie bewerten und ihre Konsequenzen einschätzen können. Gerade im Hinblick auf das Internet, das für Kinder zahlreiche Risiken birgt, ist diese Kompetenz für die mentale Gesundheit und Entwicklung von Kindern ausgesprochen wichtig.

Vor allem die Eltern sind hier gefragt. Kinder orientieren sich an ihren Vorbildern und Eltern spielen dabei eine wichtige Rolle. Einen entscheidenden Teil für die Medienkompetenz ihrer Kinder können Mütter und Väter dazu beitragen, indem sie sich selbst informieren und ihren Kindern vorleben, wie man mit Fernsehen und Internet umgeht. Kinder, die ihre Eltern nie ein Buch lesen sehen und die miterleben, wie ihre Eltern Boulevardmagazine und Talkshows im Fernsehen ansehen oder sich den ganzen Tag mit gewalttätigen Computerspielen befassen, werden sich später vermutlich daran orientieren.

Das Projekt Babylotse plus - Unterstützung für junge Familien

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Unter der Schirmherrschaft des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen entstand in diesem Sommer das Projekt „Babylotse plus“ an der Berliner Charité. Vorbild der „Babylotsen“ war ein gleichnamiges Projekt der Stiftung SeeYou, das 2007 entwickelt und anschließend an zwei Hamburger Geburtskliniken umgesetzt wurde.

Ziel des Projektes ist die Begleitung von Eltern schon ab der Schwangerschaft, um Vernachlässigung und Misshandlung vorzubeugen und eine gesunde physische und psychische Entwicklung der Kinder zu fördern. Besonders junge Eltern werden umfassend über Hilfsangebote informiert. So sollen die Vorbehalte und Ängste vor Hilfe abgebaut werden, um die Elternkompetenz zu stärken und eine stabile Bindung zwischen Eltern und Kind schon von Geburt an zu fördern.

Das Aktionsprogramm "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme"

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Unter dem Titel „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme“ betreibt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen seit 2006 ein Aktionsprogramm „zum Schutz von Kleinkindern, zur Früherkennung von Risiken und Gefährdungen und zur Implementierung effektiver Hilfesysteme“. Ziel des Programmes ist der Schutz von Kindern vom vorgeburtlichen Alter bis zum Alter von etwa drei Jahren, die in ihren Lebensumständen hohen Belastungen und Risiken ausgesetzt sind.

Familienfreundliche Arbeitszeiten im Unternehmen: Arbeitszeitmodelle und rechtliche Rahmenbedingungen

Viele Eltern müssen heute berufliche und familiäre Aufgaben bewältigen und miteinander in Einklang bringen. Eine wichtige Voraussetzung hierfür sind familienfreundliche Arbeitsbedingungen. Glücklicherweise haben mittlerweile viele Unternehmen die Bedeutung einer familienbewussten Unternehmenspolitik verstanden und bemühen sich, ihren Arbeitgebern entgegenzukommen und Eltern einen attraktiven Arbeitsplatz zu bieten.
Nach dem IHK-Unternehmensbarometer bieten inzwischen 90 Prozent der befragten Betriebe flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten an oder planen deren Einführung.
Konkret gibt es verschiedene Arbeitszeitmodelle:

Das Nationale Zentrum „Frühe Hilfen“ (NZFH)

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) richtete das Nationale Zentrum „Frühe Hilfen“ im Jahr 2007 ein, um zentral die Erfahrungen aus den Netzwerken Frühe Hilfen zusammenzutragen und auszuwerten. Für eine kompetente und effektive Hilfe sollen Kinder- und Jugendhilfe und das Gesundheitssystem sowie Beratungseinrichtungen, Kindergärten und Schulen, Institutionen zum Schutz vor häuslicher Gewalt, Familiengerichte und Polizei eng miteinander verzahnt werden. Träger des Nationalen Zentrums sind die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln und das Deutsche Jugendinstitut (DJI) in München.

Das Bundeskinderschutzgesetz

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Seit dem 1. Januar 2012 gilt das neue Bundeskinderschutzgesetz. Unter dem Motto „aktiver Kinderschutz“ sollen Prävention und Interaktion deutlich verbessert und es sollen verbindliche Standards für den Schutz von Kindern und Jugendlichen geschaffen werden.
Bisher vorhandene Lücken, die zum Beispiel im Rahmen des Aktionsprogrammes „Frühe Hilfen“ identifiziert wurden, sollen geschlossen werden. Das Gesetz sieht vor, dass alle Beteiligten aus dem Umfeld von Kindern gestärkt werden, von den Eltern bis zu Kinderärzten, Hebammen, Jugendamt und Familiengericht.

„Kinderbetreuung 2013“ - das 10-Punkte-Programm der Familienministerin

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Unter dem Motto „Kinderbetreuung 2013“ stellte Familienministerin Kristina Schröder Ende Mai diesen Jahres ein 10-Punkte-Programm für ein bedarfsgerechtes Angebot an Betreuungsprogrammen vor. Bis August 2013 soll der Bedarf an Betreuungsplätzen durch entsprechende qualifizierte Angebote gedeckt werden. Hierfür müssen rund 750.000 Betreuungsplätze geschaffen werden.

Die größten Hürden sieht die Familienministerin in Fragen der Finanzierung, dem erhöhten Bedarf an qualifizierten Fachkräften und der Qualitätssicherung und -verbesserung. Das 10-Punkte-Programm wurde als Antwort auf diese Probleme vorgestellt. Die Punkte im Überblick:

Die Präventionskampagne des Bundes-Familien-Ministeriums "Dein Spiel. Dein Leben. - Find your Level!"

Video- und Computerspiele sind aus dem Alltag vieler Jugendlicher nicht mehr wegzudenken. Schon Kinder sitzen oft mehr vor dem Computer als gesund wäre. Bedenklich ist das nicht nur wegen der gesundheitlichen Risiken, die mangelnde Bewegung mit sich bringt, sondern auch wegen des hohen Suchtpotenzials. Mitte August startete das Bundesfamilienministerium zusammen mit Unternehmen der Gamingbranche und mehreren pädagogischen Instituten die Präventionskampagne „Dein Spiel. Dein Leben. – Find your Level!“.
Ziel der Kampagne ist es, vor allem Jugendliche dafür zu sensibilisieren, wie wichtig eine ausgewogene Balance zwischen virtuellem und realem Leben ist.

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