2 Wochen Vaterschaftsurlaub für 2022 in Planung

2019 hat die Europäische Union eine neue Vereinbarkeitsrichtlinie beschlossen. Dort geht es um die Einführung von Vaterschaftsurlaub, die bis zum 02.08.2022 in Kraft treten soll. Bisher gelten in Deutschland lediglich die Mutterschutzfristen, die besagen, dass sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt ein sogenanntes Beschäftigungsverbot besteht. Einen Vaterschaftsurlaub gibt es bisher noch nicht, doch das soll sich zukünftig ändern.

Vaterschaftsurlaub nach der Geburt

Spätestens ab dem 02.08.2022 soll die neue Regelung in Kraft treten. Der bezahlte Vaterschaftsurlaub soll in den ersten beiden Wochen nach der Geburt des Kindes genommen werden können. Die Anzahl der Urlaubstage variiert je nach der Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage. Da es sich bei dem Vaterschaftsurlaub um eine bezahlte Freistellung von der Arbeit handelt, ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, in dieser Zeit das übliche Gehalt weiterzuzahlen.

Wer kann Vaterschaftsurlaub nehmen und wieso?

Grundsätzlich kann der Vaterschaftsurlaub von rechtlichen und/oder biologischen Vätern in Anspruch genommen werden. Väter verbringen in der Regel weniger Zeit mit ihren Kindern als die Mütter, da sie auch direkt nach der Geburt arbeiten gehen. Sie brauchen demnach länger um eine Bindung zu ihrem Kind aufzubauen. Um diese Bindung frühestmöglich aufzubauen und zu stärken wurde die neue EU-Vereinbarkeitsrichtlinie bestimmt. Zudem sollen die frischgebackenen Eltern sich die Betreuung ohne finanzielle Nachteile aufteilen können. So können beide Elternteile gemeinsam die ersten Lebenswochen ihres Kindes miterleben.

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