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Die neue Rolle des Vaters in der Familie

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Früher waren die Rollen klar verteilt: Der Vater widmete sich traditionell dem Geldverdienen, die Mutter war für den Haushalt und für die Kinder zuständig. Das moderne Rollenbild beginnt jedoch, auch im Familienalltag mehr auf Gleichberechtigung zu setzen und Eltern die Möglichkeit einzuräumen, die Aufgaben neu zu verteilen.
Inzwischen gehen Paare gemeinsam in Elternzeit, immer mehr Väter nehmen Erziehungsurlaub, einige kümmern sich dauerhaft um Haushalt und Kinderbetreuung.
Was in Skandinavien längst alltäglich ist, setzt sich langsam auch hierzulande durch. Ein neues Männerbild erlaubt auch dem Mann eine Rolle als Hausmann und wichtige emotionale Bezugsperson für die Kinder von Anfang an.

Die größte Hürde hierbei ist sicherlich das oft mangelnde Verständnis des sozialen Umfeldes und die fehlende Akzeptanz, besonders von Seiten eher konservativer Bekannter, Freunde und Verwandter. Kinder hingegen werden weniger Probleme mit dem (noch immer) unkonventionellen Arrangement haben, wenn sie die moderne Rollenverteilung von klein an als normal erleben. Auch der Mann selbst kann sich durch eine aktive Beteiligung an der Geburtsvorbereitung und durch eine Teilnahme an der Geburt von Beginn an in seine neue Rolle als Vater finden und in der wichtigen prägenden Phase eine enge emotionale Bindung zum Kind aufbauen.

Grundsätzlich kann das Umfeld einen erheblichen Beitrag dazu leisten, dass beide Eltern ihre Rollen erfüllen und ausleben können, und das unabhängig davon, ob sie sich für die klassische oder moderne Rollenverteilung entscheiden oder sich alle Aufgaben gerecht teilen und zwei Teilzeitbeschäftigungen nachgehen.
Das Bundesfamilienministerium stellte in einer Studie fest, dass zwei Drittel der befragten Männer der Vaterrolle Vorzug vor ihrer Rolle als Ernährer geben würden (ein Drittel sieht sich dagegen noch immer vorrangig als Ernährer der Familie).
Von staatlicher Seite wird deshalb zunehmend die Rolle des Vaters gestärkt (das neue Sorgerecht für Väter ist ein Beispiel hierfür.) und der Vater in seiner Funktion verstärkt in die Familienpolitik miteinbezogen.