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Verreisen mit Kindern: Tipps für den Familienurlaub

Beim Verreisen mit Kind oder Kindern gilt es einiges zu beachten, und das beginnt schon auf dem Weg zum Urlaubsort. Was es bei der Anreise mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Längere Autofahrten mit Kindern

Das Auto ist immer noch die beliebteste Art für junge Familien, um an den gewünschten Urlaubsort zu gelangen. Eine hohe Flexibilität und Gepäckkapazität, kombiniert mit hohen Benzinpreisen und einem hohen Frustpotenzial bei Kindern und Eltern zeichnen dieses Reisemittel aus. Für die Fahrt sollten Sie sich unbedingt überlegen, wie Sie die Kinder bei Laune hält, um einen handfesten Streit schon vor Ankunft im Urlaubsdomizil zu vermeiden. Mittlerweile gibt es Displays mit integriertem DVD-Spieler, die das Auto zum Heimkino machen.
Manch ein Nostalgiker wird seinen alten Gameboy an seine Kinder weitergegeben haben. Auch Hörspiele oder Kinderlieder vom MP3-Player oder anderen Abspielgeräten tun ihre Dienste. Nicht zu vergessen das gute alte Buch, Comics, Zeitschriften, oder Kritzelbücher, in denen man seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Kartenspiele oder andere Reisespiele sind bei den Kleinen auch sehr beliebt, um nicht ständig vor Langeweile nach der Ankunft fragen zu müssen. Dafür können Sie die Kinder auch schon vor der Reise in die Planung einbeziehen und mit ihnen auf einer Karte Etappenziele festlegen, die sie dann bei Erreichen durchstreichen können.
Wer lieber beim Fahren seine Ruhe hat, für den ist eine Übernachtfahrt genau das richtige, bei der die Kinder schlafen. Wer im Sommer verreist, der sollte an Sonnenschutz in Form von Rollos oder Sonnenblenden für die Fenster der Kinder denken. Haben Sie diesen Schutz vergessen, können Sie mit Handtüchern, die in die Scheiben eingeklemmt werden, improvisieren.

Zugreisen mit Kindern

Bei der Reise mit dem Zug gelten viele der oben genannten Dinge ebenfalls. Auch hier kann es sich lohnen, mit einem Nachtzug zum Zielort zu reisen. Eine eigene Kabine in einem Nachtzug ist mindestens so spannend wie eine Kabine auf einer Fähre. Auch wenn viel über die Bahn geschimpft wird, ist es eine schöne Geste, dass die kostenlos reisenden Kinder bis 6 Jahren (bzw. bis 15 in Begleitung eines Familienmitglieds) vom Kontrolleur häufig eine eigene Kinderfahrkarte geschenkt bekommen, auf die sie dann die ganze weitere Fahrt stolz sind und sie vor allem und jeden beschützen wie einen kleinen Schatz. Sollten Sie keine Fahrkarte erhalten, basteln Sie mit Ihrem Kind doch einfach selbst eine!

Anreise mit dem Flugzeug

Fehlt noch das Flugzeug in der Liste der möglichen Reiseverkehrsmittel. Hierbei gibt es aufgrund der verschiedenen Fluggesellschaften zum Teil keine einheitlichen Regelungen bezüglich des Angebots an sogenannten "Bassinets", kleinen Bettchen. Da die Babys in diesen Betten allerdings nicht angeschnallt werden, sollten Sie diese sowieso lieber meiden.
Am besten ist es immer, einen eigenen Platz für das Kind zu reservieren, auch wenn das teurer ist als das Kind kostenlos auf dem Schoß mitzunehmen. Durch den Sitzplatz können Sie den Autositz des Kindes mitnehmen und im Flugzeug verwenden. Dabei ist auf die Kennzeichnung des TÜVs zu achten, der flugzeugtaugliche Kindersitze kennzeichnet. Denn im Flugzeug kann man das Kind nur mittels Beckengurt sichern.

Denken sollten Sie auch an etwas Spielzeug und das Kuscheltier oder die Kuscheldecke, da dies den Kleinen Sicherheit in der unbekannten Umgebung gibt. Um bei Start und Landung einen Druckausgleich herzustellen, empfiehlt es sich das Kind an die Brust zu nehmen oder ihm den Schnuller bzw. das Fläschchen zu geben. Für ältere Kinder helfen Kaugummis. Bei starkem Schnupfen oder Ohrenproblemen sollte man lieber nicht fliegen, in leichteren Fällen helfen schleimhautabschwellende Nasentropfen, die ein halbe Stunde zuvor eingenommen werden müssen.
Wichtig ist außerdem, den Kindern ungewohnte Geräusche der Maschinen oder ähnliches zu erklären, um ihnen die Angst zu nehmen. Grundsätzlich wird empfohlen Kinder erst ab drei bzw. sechs Monaten (bei Frühchen) auf Flugreisen mitzunehmen. Neben einer Notfallapotheke mit Mitteln wie Fencheltee oder Zäpfchen ist an Dokumente wie den Kinderreisepass, den Impfpass, Windeln und kleine Snacks für zwischendurch zu denken. Auch beim Fliegen kommt ein nächtliches Verreisen mit Kindern aufgrund der oben erwähnten Vorteile beim Auto und Zug in Frage.

Zusatztipp: Vergessen Sie nicht, für die Dauer Ihrer Abwesenheit die Kinderbetreuung abzubestellen bzw. dem Babysitter rechtzeitig Bescheid zu geben, wann und wie lange Sie und Ihre Kinder verreist sein werden.