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Mutter-Kind-Kuren – Wenn die Familie Entlastung braucht

Eltern von kleinen Kindern sind oft besonderem Stress ausgesetzt. Wenig Schlaf, Alltagsstress und Erziehungsprobleme können junge Mütter und Väter stark belasten. Wenn sich die Probleme ausweiten, können Geist und Körper darunter leiden – häufig treten zum Beispiel Symptome wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder auch Schlaflosigkeit auf. Andersrum können auch davon unabhängige Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis oder starke Allergien Stress auf die Familie ausüben.

Damit Erkrankungen nicht zur Dauer-Belastung für die Familie werden, bieten spezielle Kliniken Mutter-Kind- oder auch Vater-Kind-Kuren an.

Wo und wie werden Mutter-Kind-Kuren durchgeführt?

Eine Mutter-Kind-Kur (umgangssprachlich auch Mu-Ki-Ku genannt) wird in speziellen Kliniken oder Reha-Zentren durchgeführt. Das besondere an einer Eltern-Kind-Kur ist, dass die ganze Familie in die Behandlung mit einbezogen wird. Wichtig ist dabei zu wissen, dass es sich bei einer Kur nicht um Urlaub handelt, sondern dass der Patient an einem umfassenden Behandlungsplan, der für ihn individuell zusammengestellt wird, teilnimmt. Kinder können als Begleitperson an der Kur teilhaben und werden von ausgebildeten Kinderbetreuern betreut. Legen Kinder selber Krankheitssymptome an den Tag, kann auch für sie ein Behandlungsplan angeboten werden.

Bei der Auswahl der richtigen Klinik sollte die Familie darauf achten, worin das Spezialgebiet der Klinik liegt und mithilfe welcher Methoden gearbeitet wird. Danach sollten Sie schauen, welcher Ort Ihnen für eine Kur am meisten zusagt. Einen Online-Klinik-Finder für Mutter-Kind-Kuren bietet zum Beispiel das Müttergenesungswerk der Elly Heuss-Knapp-Stiftung.

Wie melden sich Eltern für eine Eltern-Kind-Kur an?

Eine Mutter-Kind-Kur muss von der Krankenkasse genehmigt werden und diese trägt auch die Kosten dafür. Für eine Genehmigung ist ein Attest für den Patient oder die Patientin sowie für die kindliche Begleitperson vom Arzt notwendig. Zusätzlich müssen weitere Unterlagen (wie zum Beispiel ein ausführlicher Fragebogen zu Symptomen und Befinden) ausgefüllt und bei der Krankenkasse eingereicht werden. Die entsprechenden Formulare können Eltern bei der ausgewählten Klinik einfordern und von der Klinik bei der Krankenkasse einreichen lassen.