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Frühchen – Worauf muss geachtet werden?

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Werdende Eltern wünschen sich nichts sehnlicher als gesunden Nachwuchs, der zum errechneten Geburtstermin das Licht der Welt erblickt. Leider kommt in Deutschland trotz moderner Medizin etwa jedes zehnte Kind zu früh auf die Welt. Auch wenn neun von zehn Frühchen später ein gesundes Leben führen, sind gerade die ersten Jahre für die Eltern und die Familie mit vielen Sorgen verbunden. Um die Belastung nicht zu groß werden zu lassen, müssen sich die Eltern auf die Situation einstellen. Was es bei Frühchen zu beachten gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wann ist ein Baby ein Frühchen?

Frühchen sind Kinder, die vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt kommen. Je nachdem wie viele Wochen sie zu früh sind, werden sie unterschiedlich bezeichnet:

  • Frühchen: Geburt vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche
  • Sehr kleine Frühchen: Geburt vor Vollendung der 32. Schwangerschaftswoche und ein Geburtsgewicht unter 1,5 kg
  • Extrem kleine Frühchen: Gewicht zur Geburt unter 1 kg

Was ist das Besondere an der Ernährung von Frühgeborenen?

Da die Entwicklung von Frühchen nicht auf dem gleichen Stand ist, wie die von Normalgeborenen, besteht ein deutlich höherer Bedarf an Flüssigkeit und Kalorien. Um gegen Krankheiten ankommen zu können, das Wachstum zu fördern und sich bestmöglich zu entwickeln, bedarf es qualitativ hochwertiger Nahrungsmittel. Ob Muttermilch oder Milchpulver verwendet wird, hängt von mehreren Faktoren ab und ist schlussendlich die Entscheidung der Eltern. Muttermilch stellt die beste Ernährungsoption dar, da sie sehr reich an Nährstoffen ist und perfekt zu den individuellen Bedürfnissen des Babys passt. Da sie aus besonders viel Kalzium und Fett besteht, regt sie zudem die Verdauung an. Studien belegen, dass Frühchen, die von der Mutter gestillt werden, im 1. Lebensjahr deutlich schneller wachsen, als Babys die nicht gestillt werden.
Abhängig vom Geburtszeitpunkt und dem gesundheitlichen Zustand müssen Frühchen auf der Intensivstation betreut werden. In diesem Fall ist es für die Mutter nicht immer möglich, das Baby zu stillen. Weiterhin kann es sein, dass das Baby nicht genügend Kraft hat, um selbstständig zu saugen und zu schlucken. In dieser Situation hat die Mutter die Möglichkeit Milch abzupumpen, die dem Baby anschließend mit Hilfe einer Magensonde oder mit einem Finger Feeder zugeführt wird.

Das hilft dem Frühchen

Am aller wichtigsten ist für die Entwicklung der zu früh geborenen Kinder ist ein intensiver Hautkontakt mit den Eltern. Dies bezieht sich nicht nur auf die ersten Wochen. Des Weiteren fördert eine regelmäßige Kommunikation mit dem Baby deren Entwicklung.
Auch wenn Frühchen sehr klein sind und die Angst besteht, ihnen wehzutun, sollten Eltern es streicheln und es sich auf den Bauch, die Brust oder den Arm legen. Es gilt hierbei den Spagat zu schaffen, das Kind trotz regelmäßiger Nähe nicht zu überfordern. Je mehr Zeit Eltern mit den Kindern verbringen, desto einfacher wird es für sie, die Zeichen der Kleinen richtig zu deuten. Das Baby benötigt ein gutes Gleichgewicht zwischen Aufmerksamkeit und Ruhepausen.

Fazit

Kommen Babys zu früh auf die Welt, dominieren bei den Eltern häufig Sorgen und Ängste als die unbeschwerte Freude über den Nachwuchs. Auch wenn die Situation eine andere ist, als wenn das Kind zu einem normalen Zeitpunkt zur Welt kommt, ist es mithilfe von Liebe und Zuneigung möglich, dass sich das Kind gesund entwickelt.