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Beruf und Familie miteinander vereinbaren

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Die Rollenverteilung ist schon lange nicht mehr so traditionell wie noch vor Jahrzehnten: Neben dem klassischen Familienmodell mit dem Vater als Alleinverdiener werden auch viele Mütter nach der Geburt wieder berufstätig. Oft nimmt auch der Vater die Elternzeit in Anspruch oder beide Partner gehen gleichzeitig in Elternzeit. Besonders für Mütter ist es nicht immer einfach, den Berufsalltag und das Familienleben miteinander zu vereinbaren. Ein paar Tipps für alleinerziehende berufstätige Mütter oder Doppelverdiener-Familien:

Wie gut sich Beruf und Kinder miteinander vereinbaren lassen, hängt maßgeblich von den Arbeitszeiten ab. Auf Initiative der Bundesregierung und auch als Antwort auf neue gesellschaftliche Anforderungen beschäftigen sich Unternehmen zunehmend mit familienfreundlichen Arbeitszeiten.
Es findet ein Umdenken statt: Viele Unternehmen stellen fest, dass sie keinen Nachteil von einer familienfreundlichen Unternehmenspolitik haben. Kompetente und qualifizierte Mitarbeiter können so im Unternehmen gehalten und motiviert werden. Bei neuen Stellen sollte die Frage nach den Arbeitszeiten und der möglichen Flexibilität schon von Anfang an geklärt werden. Möchten Sie an Ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren, sollten Sie sich so früh wie möglich beim Arbeitgeber nach den Möglichkeiten erkundigen.
Auch wenn Verwandte und Freunde die jungen Eltern gern unterstützen und regelmäßig als Babysitter zur Verfügung stehen – sind beide Eltern berufstätig, ist eine professionelle öffentliche oder private Kinderbetreuung eine wertvolle Hilfe, die Eltern die Unabhängigkeit von Familie und Freunden ermöglicht und im besten Fall auch kurzfristig einspringen kann. Wichtig ist hier zu klären, wie oft und wie zeitnah Kinderbetreuer einspringen können und wie weit der Anfahrtsweg ist. Sollen zusätzlich kleine Aufgaben im Haushalt übernommen werden, kann auch eine Nanny oder ein Au Pair eine gute Wahl sein. Natürlich spielt auch der finanzielle Aspekt eine Rolle, doch unterstützt der Staat Eltern durch Steuererleichterungen und entlastet Familien damit.

Ein guter Kompromiss ist eine Teilzeit-Beschäftigung eines der beiden Elternteile. So ist sichergestellt, dass Kinder außerhalb des Frühstücks und Zubettgehens wertvolle Zeit mit Vater oder Mutter verbringen. Wichtig ist, dass den Kindern außerhalb des Berufs uneingeschränkte Aufmerksamkeit gewidmet wird. Regelmäßige Familientage helfen, die Bindung zwischen den Familienmitgliedern zu stärken. Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Kinder, fragen Sie bei größeren Kindern direkt nach, ob sie gern mehr Zeit mit Ihnen verbringen möchten, ob sie sich ernst genommen fühlen, und versuchen Sie, Kompromisse zu finden, unter denen niemand leiden muss.
Weitere Tipps gibt auch der Familien-Wegweiser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.