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Jugendmedienschutz: die Initiative "Ein Netz für Kinder"

Um den Jugendmedienschutz praktisch und effektiv umzusetzen, wurde von Politik, Wirtschaft und anderen Institutionen die Initiative "Ein Netz für Kinder" geschaffen. Das Ziel ist es, Kindern zwischen 8 und 12 Jahren einen sowohl ansprechenden als auch sicheren Surfraum mit altersgerechten und qualitativ hochwertigen Webseiten anzubieten, der ihnen hilft, Medienkompetenz zu entwickeln und surfen zu lernen.
Gleichzeitig soll das Vertrauen von Eltern, Kindern und Schulen in das Internet als Medium gestärkt werden. Die Initiative steht dabei auf zwei Säulen: der sogenannten Whitelist von kindgerechten Seiten unter dem Namen fragFINN und der Förderung guter Internetangebote für Kinder.

FragFINN besteht aus einer kontinuierlich wachsenden Liste an Websites, die von einer Gruppe unabhängiger Medienpädagogen zusammengetragen werden. Für Kinder steht eine Suchmaschine bereit, mit deren Hilfe die Liste an Websites durchsucht werden kann. Zur Whitelist gehören zum Beispiel Wissensportale, ausgesuchte News- und Spieleseiten. Außerdem gibt es Umfragen, Chats und aktuelle Nachrichten. Eine Kinderschutzsoftware ermöglicht es Eltern und Lehrern (oder zum Beispiel auch Kinderbetreuern, die älteren betreuten Kindern einen Computer für Hausaufgaben oder Freizeitbeschäftigung zur Verfügung stellen) darüber hinaus, einen Computer so zu konfigurieren, dass Kinder nur auf den Seiten der fragFINN-Liste surfen können und andere Seiten gesperrt sind.

Seit Anfang 2008 fördern das Bundesfamilienministerium und der Bundesbeauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien neue und qualitätsvolle Internetangebote für Kinder. Jährlich stehen 1,5 Millionen Euro für das Förderprogramm zur Verfügung. Die bisher geförderten Projekte umfassen die Themengebiete Kultur und Geschichte, Mensch, Natur und Technik, Andere Länder, Politik und Gesellschaft sowie Online-Beratung und Communities.