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Die Weiterbildung zur Tagesmutter

Wer in geringem Umfang Kinder vor Ort oder bei sich zu Hause betreut, benötigt keine offizielle Ausbildung. Doch obwohl es gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, kann eine Aus- oder Weiterbildung im Bereich Kinderbetreuung wertvolle Inhalte und Tipps im Umgang mit Kindern vermitteln. Die Bundesregierung fördert Qualifizierungsmaßnahmen mit dem Aktionsprogramm "Kindertagespflege" des Bundesfamilienministeriums, der Bundesagentur für Arbeit, des Europäischer Sozialfonds für Deutschland und der Europäische Union.
In 160 Unterrichtseinheiten geht es in der "Grundqualifizierung" um Aspekte wie Erste Hilfe, Ernährung, Gesundheit, Erziehung und Sozialisation, Entwicklungspsychologie, Recht und Versicherungen sowie die Kommunikation in der Tagespflegefamilie. Weiterhin werden die sogenannte "Nachqualifizierung" sowie die Fort- und Weiterbildung von Tagespflegepersonen gefördert. Neben diesen offiziellen Qualifizierungsmaßnahmen bieten auch Volkshochschulen, Fernuniversitäten, Familienbildungsstätten oder andere Bildungseinrichtungen für Erwachsene Kurse und Seminare zum Thema Kinderbetreuung und -erziehung an.

Nachweise zu Qualifizierungen können Ihnen einen erheblichen Vorteil verschaffen, denn nicht wenige Eltern fragen inzwischen nach Erfahrung und Qualifikation von Tagesmüttern und Tagesvätern. Je mehr Kompetenz Sie nachweisen können, umso besser stehen Ihre Chancen auf Betreuungsstellen. Natürlich kann kein theoretisches Seminar die praktischen Erfahrungen mit Pflegekindern ersetzen, doch einige wichtige Punkte wie die Frage nach Versicherung, rechtlicher Situation, steuerlichen Aspekten und Altersvorsorge gehen über die tägliche Praxis und den Umgang mit Kindern hinaus. Eine Weiterbildungsmaßnahme kann außerdem eine gute Möglichkeit sein, sich mit anderen Tageseltern zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und Fragen zu klären. Geben Sie sich gegenseitig Tipps, tauschen Sie sich über Ihre Erlebnisse aus und pflegen Sie Ihr kleines Netzwerk, das Ihnen im Ernstfall Rat oder eine Vertretung bieten kann, wenn Sie nicht weiter wissen oder einen Termin absagen müssen.
Wenn Sie sich über eine Qualifizierung oder Weiterbildung informieren möchten, finden Sie in der hier erste Anlaufstellen. Ein guter Ansprechpartner ist auch das zuständige Jugendamt.
Einen weiteren Einstieg bieten Ihnen außerdem die Dokumente, die das Land Niedersachsen zu den verschiedenen Fortbildungsmodulen bereitstellt und die unter diesem Link zu finden und herunterzuladen sind.